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Delmenhorst gegen Rechts
Der Streit um den geplanten Verkauf eines Hotels in Delmenhorst an Rechtsextremisten spitzt sich zu. Der Eigentümer Günter Mergel kündigte an, die Immobilie der rechtsextremen Wilhelm-Tietjen-Stiftung zu überlassen, hinter der Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger steht. Der Hotelbesitzer ließ verlauten, dass er mit einer so genannten gemischten Schenkung des seit mehr als einem Jahr leer stehenden Hotels das Vorkaufsrecht der Stadt aushebeln wolle. NDR aktuell berichtet über den aktuellen Stand des Schenkungsplanes, die Reaktionen in Delmenhorst und die Neonazi-Szene in Niedersachsen. Geplant ist unter anderem ein Live-Interview mit Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann, CDU. Moderation: Anja Reschke Sendezeit: 20.15 Uhr bis 20.25 Uhr Das Zeichen ( VIEL IST AUCH IM "TRANSPARENTEN" - in den Freiflächen verborgen - UNTERSETZT ODER ZUMINDEST VERLINKT
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Delmenhorster Kreisblatt 15.08 - DW - Deutsche Welle Das Zeichen ( VIEL IST AUCH IM "TRANSPARENTEN" - in den Freiflächen verborgen - UNTERSETZT ODER ZUMINDEST VERLINKT Die Wilhelm-Tietjen-Stiftung für Fertilisation Limited verwaltet das Vermögen des 2002 kinderlos verstorbenen Bremer Lehrers Wilhelm Tietjen. Tietjen trat 1932 der NSDAP bei. Im 2. Weltkrieg diente er als Offizier bei der Luftwaffe. 1945 wurde er von den Alliierten kurzzeitig inhaftiert, weil er laut Wehrmachtsauskunftsstelle Parteischulungen durchgeführt hatte. Sein Erbe soll zur Fruchtbarkeitsforschung eingesetzt werden, die er als „Fertilisation“ bezeichnete. Die Stiftung wurde am 21. November 2001 als „Private Limited Company“ für den Geschäftsbereich „Advertising“ unter dem Namen „WILHELM TIETJEN STIFTUNG FUER FERTILISATION LIMITED“ mit dem Sitz im Vicarage House S44, 58-60 Kensington Church Street in London unter der Registernummer 04326557 bei der britischen „Companies House“ angemeldet. Vorsitzender der Stiftung ist seit dem 21. November 2001 der hamburger Rechtsanwalt Jürgen Hans Paul Rieger, bestellte Geschäftsführerin der Stiftung war bis zum 25. September 2004 Frau Theda Mathilda Ites, Riegers damalige Lebensgefährtin, mit der er mehrere Kinder hat. Seit dem 25. September 2004 bekleidet der Schwede Ingemar Lext die Funktion des Stiftungssekretärs. Am 31. Januar 2005 wurde der Sitz der Stiftung umgemeldet nach 44 Southwark Street, London verlegt. Am 15. April 2005 erfolgte die Ummeldung nach Thrale House, London. Angaben des englischen Handelsregisters zufolge steht der Ausschluss der Stiftung aus dem Register wegen überfälligen Gebühren bevor. Bekannt wurde die Stiftung im Juli 2004, als sich herausstellte, dass hinter einem Grundstückskauf der Stiftung in Dörverden/Niedersachsen der Rechtsextremist Jürgen Rieger stand. Rieger hatte für die Stiftung den "Heisenhof", ein ehemaliges landwirtschaftliches Gut, das zuletzt von der Bundeswehr als Offizierskasino und Standortverwaltung genutzt wurde, für 255.000 Euro gekauft, um dort "Forschung" „zum Erhalt der nordischen Rasse“ zu betreiben. Seit Ende Juli 2006 ist die Stiftung bestrebt, ein Hotel in Delmenhorst zu erwerben, um dieses als Schulungszentrum und für Parteitage der NPD zu nutzen. Dagegen hat sich Widerstand von Stadtrat und Teilen der Bevölkerung formiert. Alle Protestaktionen der Einwohner von Delmenhorst haben nichts genutzt. Der Besitzer des Hotels "Am Stadtpark" will sein Gebäude an die "Wilhelm-Tietjen-Stiftung für Fertilisation" verschenken. Damit wäre das Vorkaufsrecht der Stadt Delmenhorst ausgehebelt. Die Ängste der Delmenhorster vor einer "Nazischule" drohen Wirklichkeit zu werden. Das Zeichen ( VIEL IST AUCH IM "TRANSPARENTEN" - in den Freiflächen verborgen - UNTERSETZT ODER ZUMINDEST VERLINKT
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